Gebäude modernisieren

So modernisiert man energetisch

shutterstock_79602625Ein guter Zeitpunkt für die energetische Modernisierung ist immer dann gegeben, wenn man das Gebäude neu gekauft hat oder ohnehin etwas Notwendiges am Haus machen muss, beispielsweise wenn der Heizkessel erneuerungsbedürftig, das Dach undicht oder die Fassade nicht mehr schön ist, sollte man nicht nur mit dem einschlägigen Fachhandwerker sprechen, sondern auch das Thema Energetik auf die Tagesordnung setzen.

Der beste erste Schritt ist immer eine unabhängige Energieberatung. Sie erkennt die richtigen Schwerpunkte und vermeidet einseitige Ratschläge, denn Energieberater haben eher das gesamte Gebäude im Blick und sind frei von einem vordergründigen Verkaufsinteresse.

In der anschließenden Planung wägt man immer die Kosten und den Nutzen ab. Für die gut durchdachte Investition erhält man mehr als die willkommene Energie-Ersparnis und erfreuliche Wertsteigerung. Ebenso kann es gemütlicher, schöner, barrierefreier und sicherer werden.

Hier erhalten Sie Tipps & Leitfäden zur praktischen Umsetzung, Hinweise zu Wirtschaftlichkeit & Fördermitteln sowie zu den richtigen Ansprechpartnern.

Beispiele für erfolgreiche Sanierungen finden Sie auf unseren Seiten zur Grünen Hausnummer

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Energieversorgung am Einfamilienhaus

Schematische Darstellung eines modernen Gebäudes

Eingesparte Energie schont das Klima und ist gratis zu haben. Eine modern konstruierte Gebäudehülle hält die Wärme im Haus, und der geringere Energiebedarf kann aus erneuerbaren Energien gedeckt werden – so einfach ist das Prinzip der CO2-Freiheit. Wie aber gelingt dessen Umsetzung?

Für eigene erneuerbare Energie verbindet man Strom, Wärme und Speicher – und in der jetzt schon beginnenden Zukunft auch die elektrische Mobilität. Die Vielfalt wird durch die als “smart” bezeichnete digitale Steuerungstechnik einfach bereitgestellt und gehandhabt.

Wenn elektrische Wärmepumpen die Umweltwärme aus Boden, Luft oder Wasser komprimieren, wird aus Strom nutzbare Wärme für das Haus. Die Pumpen können nicht nur mit dem eigenen Solarstrom, sondern auch mit wetterbedingten Stromüberschüssen aus dem Stromnetz angetrieben werden. Eine anderes Beispiel sind “Block-Heiz-Kraftwerke”, die Strom und Wärme gleichzeitig erzeugen.
Moderne Heizungssysteme nutzen mehrere Wärmequellen. Je nach Gebäude gibt es passende “Heizteams”, die mit unterschiedlichen Kombinationen aus Wärmepumpe, Pellet-Ofen, Scheitholz-Ofen, Solarthermie, Nah-/Fernwärmeanschluss oder fossilem Brennwertkessel heizen.

Energieberater finden

Im Landkreis Peine gibt es 60.496 Wohnungen. Zwei Drittel davon sind in Ein- und Zweifamilienhäusern. Nur ein Drittel der Wohnungen befinden sich in Mehrfamilienhäusern. 70% der Gebäude sind Eigenheime. Im Jahr 2010 wurden deren Räume zu 90% mit fossilen Brennstoffen beheizt.

Würden man diese Gebäude vollständig modernisieren, dann könnten im Landkreis Peine zwischen 54 und 80% der Heizenergie eingespart werden. Im Kreis Hildesheim könnten energetische Modernisierungen ebenfalls bis zu 63,5% der Raumwärme einsparen.

Selbstverständlich ist die Erneuerung der Heiztechnik keine Vollsanierung, sie zieht aber weitere handwerkliche Arbeitsleistungen nach sich. So stärkt energetisches Modernisieren die regionale Wirtschaft in beträchtlichem Umfang – die meisten Arbeiten lassen sich durch regionale Handwerksbetriebe ausführen und werden auch von diesen ausgeführt.