Hintergrund: Makroplastik und Mikroplastik

Plastik vermeiden entlastet nicht nur das Klima, sondern auch unsere Ozeane. Wer sich um das Leben in Ozeanen sorgt und das Plastikproblem verstehen will, der muss zwei verschiedenen Größen unterscheiden:

Makroplastik und Mikroplastik

Makroplastik bezeichnet größere Kunststoffteile, wie Einkaufstüten, Verpackungen oder Fischernetze. Mikroplastik sind ganz kleine Plastikteilchen, die nur einige Nano- oder Mikrometer klein sind und mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind. Allein deshalb ist das Mikroplastik-Problem fast unsichtbar, aber überhaupt nicht unscheinbar!

Plastikmüll am Strand - Mikroplastik

Woher kommt der “Feinstaub der Meere”?

Die kleinen Plastikteile entstehen durch Erosion oder Abrieb von größeren Plastikteilen. Allein der Abrieb von Autoreifen betrug in Deutschland im Jahr 2005 ca. 110.000 t.

Mikroplastik ist auch bereits direkt in Produkten enthalten. Kosmetik- und Hygieneartikel, wie Zahnpasta, Waschmittel, Peelings oder Duschgel, enthalten die kleinen Partikel. Auch synthetische Kleidung (Fleece, Polyester, Mikrofaser) enthält Mikroplastik.

Das Waschen eines einzigen synthetischen Kleidungsstückes setzt mehr als 1.900 Mikroplastik-Fasern frei. (CleanSeas)

Durch den Abfluss des Waschbeckens oder der Waschmaschine gelangt dieses Mikroplastik in den Wasserkreislauf. Heutige Kläranlagen können es nicht aufhalten. Und so gelangt es in Flüsse und Ozeane, wo es Tiere zu sich nehmen und wo es sich mit dem Meeresboden vermischt. Über die Nahrungskette gelangt Mikroplastik auf unsere Teller. Mikroplastik kann als Träger von Schadstoffen (zum Beispiel Krankheitserreger oder Schwermetallen) fungieren. Noch wissen wir nichts Genaues über die Auswirkungen von Plastik in unseren Blutgefäßen und Organen.

Mikroplastik in Peeling

Auch Kosmetika, wie Gesichts-Peeling, könnnen Mikroplastik enthalten.