Was ist Plastik?

Viele Gegenstände, die wir in unserem Alltag verwenden, bestehen aus Kunststoff. Dieser schmilzt bei ab einer bestimmten Temperatur und wird plastisch (formbar), daher der Begriff „Plastik“ (griechisch: „geformte Kunst“). Hinter dem Begriff verbergen sich diverse – ­hauptsächlich aus Erdöl hergestellte – Kunststoffe. Ihre Einsatzgebiete sind weit gefächert: Bei Bedarf ist Plastik härter als Stahl. Es kann auch durchsichtig sein, ohne wie Glas leicht zu zerbrechen. Sogar Schwämme und andere elastische Produkte lassen sich daraus herstellen.

Von 1950 bis 2015 wurden weltweit 8,3 Mrd. Tonnen Kunststoff hergestellt, davon sind 6,3 Mrd. Tonnen als Abfall angefallen. Dieser Müll wurden nur zu ca. 9 % recycelt, 12 % wurde verbrannt und 79 % landete auf Müllhalden oder direkt in der Umwelt.

Die Kunststoffproduktion in Deutschland betrug 2015 insgesamt 10,15 Mio. t:

Infografik Plastikproduktion 2015

Die häufigsten Kunststoffe sind:

Polyethylen
(PE)

Kunststoffverpackung

Aus PE lässt sich ein dünner, durchsichtiger Film herstellen, z.B. für Verpackungsfolien.

Polypropylen
(PP)

PP ist ein sehr harter Kunststoff, z.B. für Gartenmöbel, feste Verpackungen u. Gehäuseteile.

Polyethylenterephthalat
(PET)

PET Flasche

PET ist transparent und leichter als Glas. Daher wird PET hauptsächlich zur Herstellung von Getränkeflaschen genutzt.

Polyvinchlorid
(PVC)

PVC-Boden wird verlegt

PVC kann sowohl hart und spröde als auch weich sein und eignet sich daher sowohl für Fußbodenbeläge, Rohre oder auch Fensterrahmen.

Polystyrol
(PS)

Kiste aus Styropor

PS, auch Styropor genannt, besitzt eine geringe Wärmeleitfähigkeit. Aus PS werden vorwiegend Verpackungen oder Schaumstoffe.

Polyurethan
(PUR/PU)

Schwamm

Die Eigenschaften von PUR können sehr unterschiedlich sein, je nachdem, welche anderen Komponenten man zugibt entstehen z.B. Schwämme oder Matratzen.