Umweltwirkung von Plastik

Die Entsorgung von Plastik ist das größte Umweltproblem. Über Flüsse und auf direktem Weg gelangen jährlich ca. 8 Mio. t Plastik in die Weltmeere. Dies entspricht einem Lastwagen voll Plastik pro Minute! So nützlich Plastik sein kann, gibt es gewichtige Gründe, es zu vermeiden.

Plastik-Inseln im Meer

Plastikabfall im Meer

Plastik braucht Jahrhunderte, bis sich die Stoffe biologisch zersetzen. In den Ozeanen beeinträchtigt Plastik über 600 verschiedene Arten, darunter Schildkröten, Wale, Fische, Krebse, Muscheln oder Plankton. Insgesamt sind Millionen von Seevögeln und Meereslebewesen betroffen. Tiere verfangen sich beispielsweise in Verpackungsresten, oder verwechseln Plastik mit Nahrung. Das kann zum Hungertod führen, da sie gesunde Nahrung nicht mehr aufnehmen können.

Mittlerweile haben sich in den Ozeanen große Mengen von Plastik angesammelt – sogenannte „Plastikstrudel“ oder „Plastik-Inseln“. Auch an manchen Stränden (zum Beispiel Kamilo Beach, Hawaii) findet man inzwischen mehr kleinste Plastikteile als Sand.

Gesundheitsrisiken für den Menschen

Auch auf den Menschen hat Plastik eine schädliche Wirkung. Durch die mechanische Zersetzung werden schädliche Stoffe wie Weichmacher freigesetzt, die Krebs auslösen oder Unfruchtbarkeit verursachen können. Der Mensch nimmt diese Stoffe durch die Luft, über die Haut und vor allem über die Nahrung auf. So lassen sich zum Beispiel „in nahezu jeder Urinprobe nennenswerte Mengen von Bisphenol A nachweisen“, sagt Dieter Swandulla, Institutsdirektor der Physiologie der Universität Bonn. Bisphenol A ist ein synthetisches Hormon, es wird z.B. zur Herstellung von Hartplastik verwendet und führt zu Fettleibigkeit, Diabetes und Herz/Kreislauf-Erkrankungen. (Wirtschaftswoche 2017)

Weitere Informationen: