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Es gibt eine tolle Initiative gegen Lebensmittelverschwendung: Foodsharing!

Warum die entstanden ist: Weil pro Jahr in Deutschland 11 Millionen Tonnen Lebensmittel von Industrie, Handel, Großverbrauchern und privaten Haushalten weggeschmissen werden. 61% dieser Abfälle entstehen in Privathaushalten, also 6,7 Millionen Tonnen Lebensmittel. Wir als Konsumenten schmeißen also pro Nase und Jahr durchschnittlich 82 kg Lebensmittel weg [1,2]. Doch „die wenigsten Lebensmittel, die im Müll landen, gehören dorthin. Wir werfen nicht in erster Linie tatsächlich Verdorbenes weg. Sondern Produkte, die uns nicht mehr gut und appetitlich genug erscheinen. (…) Ebenso gut könnten wir bares Geld wegwerfen. Denn ‘abgelaufen‘ bedeutet in den seltensten Fällen ‚nicht mehr genießbar‘ “, informiert sogar das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft [3]. Häufig werfen wir aber auch Lebensmittel weg, die uns nicht schmecken. Und leider wird auch in Supermärkten und Co. viel weggeworfen, um keine Produkte mit kleinen „Makeln“, wie beispielsweise einer Druckstelle auf der Aprikose oder einem Joghurt kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum, im Sortiment zu haben. Das zieht auch für Umwelt und Klima Probleme nach sich, denn bei der Produktion jedes Lebensmittels werden wertvoller Ackerboden, Wasser und Dünger benötigt, bei Ernte, Verarbeitung und Transport kommt viel Energie zum Einsatz und bei der Fleischproduktion entstehen große Mengen CO2.

Foodsharing trägt zur Lösung der Lebensmittelverschwendung bei: In der Initiative engagieren sich inzwischen unzählige Menschen, um Lebensmittel vor der Tonne zu retten. Dafür gibt es verschiedene Wege. Einerseits gibt es Kooperationen mit Supermärkten und lebensmittelverarbeitenden Betrieben. Hier werden zu vereinbarten Zeitpunkten Lebensmittel, die weggeworfen werden würden, abgeholt und anschließend unter Interessierten oder in so genannten „Fairteilern“ verteilt. Verteilungsorte wie diese Fairteiler lassen sich beispielsweise über die Internetseite www.foodsharing.de finden. Darüber hinaus gibt es auf dieser Internetseite die Möglichkeit sich anzumelden und Lebensmittel, die bei Ihnen zu Hause nicht mehr gegessen werden, zur Abholung einstellen zu können. Inzwischen werden viele Nahrungsmittel auch über Foodsharing-Facebook-Gruppen weitergegeben. Treten sie doch einfach der Gruppe Foodsharing ! Hildesheim (https://www.facebook.com/groups/197286033759482/?ref=br_rs) oder Foodsharing Peine (https://www.facebook.com/groups/696044123898214/about/) bei und probieren Sie das Teilen und Abholen von Lebensmitteln mal aus! Schön für Einsteiger*innen ist mit Sicherheit auch der Hildesheimer Foodsharing-Treff (https://www.facebook.com/events/2023952004545995/), der kommenden Sonntag stattfindet.

 

Quellen:

[1] https://www.bzfe.de/lebensmittelverschwendung-1868.html

[2] https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Ernaehrung/WvL/Studie_Lebensmittelabfaelle_Kurzfassung.pdf?__blob=publicationFile

[3] https://www.zugutfuerdietonne.de/warum-werfen-wir-lebensmittel-weg/wie-viel-werfen-wir-weg/